1. Säule (Staatliche Vorsorge)

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AHV, IV, EO – Die 1. Säule soll den Grundbedarf der Versicherten im Alter und im Fall von Invalidität und Tod decken und kompensiert zu einem Teil Erwerbsausfälle bei Militärdienst und Ähnlichem. Die AHV-Rente für Einzelpersonen liegt bei einer vollständigen Beitragsdauer zwischen 1′175 und 2′350 Franken pro Monat. Die Rente der AHV-Bezügerinnen und AHV-Bezüger wird durch die Abgaben der berufstätigen Generation finanziert.

Wie läuft das?

Die Ausgleichskasse, beispielsweise die Kantonale Sozialversicherungsanstalt Zürich (SVA), vereint unter ihrem Dach gleich mehrere Sozialversicherungen wie die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV) und die Erwerbsersatzordnung (EO). Sie ist für sämtliche Mitarbeiter obligatorisch. Jungunternehmen müssen sich darum nach ihrer Gründung bei ihrer zuständigen Ausgleichskasse anmelden. Falls Sie mit Ihrer Firma einem Verband beigetreten sind, ist es möglich, dass dieser über eine eigene Ausgleichskasse verfügt.

Anmeldung Ausgleichskasse

Sämtliche Unternehmen, die einen Lohn ausbezahlen, müssen sich bei der Ausgleichskasse anmelden. Dazu müssen Sie als Unternehmerin oder Unternehmer beweisen, dass Ihr Geschäft tatsächlich existiert. Den Nachweis Ihrer selbständigen Geschäftstätigkeit erbringen Sie, indem Sie dem Anmeldeformular möglichst viele Unterlagen beilegen, die Ihre Selbständigkeit als Firma belegen können. Zum Nachweis können Sie beispielsweise folgende Dokumente verwenden:

  • Wenn möglich mehrere Rechnungen, welche die Firma an Kunden gestellt hat
  • Abgeschlossene Verträge der Firma (Mietverträge, Kundenverträge, Arbeitsverträge, …)
  • Quittungen für Firmeninvestitionen (Büromöbel, Maschinen, Verbrauchsmaterial, …)
  • Business Model Canvas / Businessplan der Firma
  • Link zur Firmenwebseite, Visitenkarten, Flyer, Broschüren

Wichtig ist, dass Sie mehrere Dokumente einschicken. Für die Ausgleichskasse muss nachvollziehbar sein, dass ein Geldfluss stattgefunden hat in dem Ihre Firma involviert war und wie dieser Geldfluss ungefähr funktioniert hat.

Als Hilfe stellt die SVA dazu eine Checkliste mit Abgrenzungskriterien (pdf) für selbständige Erwerbstätigkeit zur Verfügung.

Die Anmeldung bei der Ausgleichskasse sollte möglichst früh, aber nicht vor der eigentlichen Gründung Ihrer Firma erfolgen. Am besten Sie melden sich nach dem Eintrag im Handelsregister, oder nach Aufnahme Ihrer Tätigkeit bei der Ausgleichskasse an.

Anmeldeformular SVA (pdf)

Weitere Infos zum Thema Ausgleichskasse / SVA unter:

SVA Zürich

Ausgleichskassen in der Schweiz

Wie viel muss ich als Unternehmerin oder Unternehmer an die Ausgleichskasse bezahlen?

Als Unternehmerin oder Unternehmer sind Sie verpflichtet für sich und Ihre Angestellten in die 1. Säule einzubezahlen. Die Beiträge für die 1. Säule werden zu gleichen Teilen unter dem Unternehmen und den Mitarbeitenden aufgeteilt. Die aus der Sicht der Sozialversicherungen Selbstständigerwerbenden, das sind Inhaberinnen und Inhaber einer Einzelfirma oder einer Kollektivgesellschaft, bezahlen etwas weniger in die 1. Säule ein als Personen, die bei einer Firma angestellt sind oder Teilhaberin oder Teilhaber einer GmbH respektive einer AG sind. Die Beträge für die Ausgleichskasse werden direkt vom Bruttolohn abgezogen und setzen sich wie folgt zusammen:

Beitragssätze Standard Beitragssätze Selbständige
AHV 8.40% AHV 7.80%
IV 1.40% IV 1.40%
EO 0.45% EO 0.45%
Total 10.25%* Total 9.65%**

*die 10.25% des Bruttolohnes an die Ausgleichskasse werden je zur Hälfte zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden aufgeteilt
**die 9.65% des Bruttolohnes an die Ausgleichskasse müssen vollumfänglich von den Selbständigerwerbenden getragen werden. Für Jahreseinkommen unter 56′400 Franken gelten tiefere Beitragssätze. Siehe Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO (pdf) (Punkt 6)

Mehr über die Lohnbeiträge an die AHV, die IV und die EO (pdf) von Angestellten und die Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO (pdf).

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